Christian Kern

Heute teile ich etwas sehr Persönliches mit euch. Ich gebe euch einen Einblick in meine Kindheit und Jugend. Ich bin in Simmering aufgewachsen. Es gab viel Liebe und wenig Geld. Das hat mich geprägt. Mir wurde schnell klar: Niemanden im Stich zu lassen und für andere da zu sein, darauf kommt es an. Miteinander kommen wir einfach weiter.

Es war eine wunderbare Kindheit für meine Schwester und mich, aber es war auch oft nicht einfach für meine Familie. Meine Mutter war Sekretärin, mein Vater Elektriker und später Taxifahrer – in der Schulzeit ist mir bewusst geworden: Wir haben weniger als andere. Aber an diesen Herausforderungen bin ich gewachsen.

Was mich seit meiner Kindheit begleitet, ist – vor allem in Anbetracht meiner persönlichen Situation, in der ich aufgewachsen bin – eine Aussage Bruno Kreiskys, der sagte, dass alle Menschen in unserem Land die gleichen Chancen bekommen sollen. Dazu hat meine Mutter entscheidend beigetragen: Während meine Volksschullehrerin nicht daran geglaubt hat, dass ich das Gymnasium schaffe, hat sie Berge versetzt, um mir die beste Ausbildung zu ermöglichen.

Und auch ich habe gelernt, was es bedeutet, für andere da zu sein. Als Vater, aber auch in der Wirtschaft, als ich Verantwortung für 42.000 MitarbeiterInnen und ihre Familien hatte. Für andere da sein, niemanden im Stich lassen: Das ist es auch, was Österreich für mich ausmacht: der Respekt und die Wertschätzung für andere.

Im  FSG-Bundesvorstand der GPA-djp hat sich Alois Stöger, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz mit den wichtigen Fragen der Arbeitswelt auseinandergesetzt:

„Sozialdemokratie ist das Versprechen, die Menschen, die ihr Einkommen nur über ihre Arbeit erreichen können, zu unterstützen. Mir geht es darum: Wie kann die Sozialdemokratie angesichts der veränderten Arbeitsbedingungen eine vernünftige Interessenpolitik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen? Wie können wir sie gerade in dieser Situation – bei Crowdworking – unterstützen? Wir brauchen auch neue Formen der Mitbestimmung und Interessenvertretung.“

Die Digitalisierung braucht eine soziale Agenda. Hier der Link zu den konkreten Überlegungen der SPÖ.

 

7 Gründe warum Feminismus noch notwendig ist

„Wenn eine Frau zur Realität durchdringt, lernt sie ihren Zorn kennen, und das heisst, sie ist bereit zu handeln.  – Mary Daly

Ihr kennt das sicherlich: Viele meinen, das mit dem Feminismus ist ein alter Hut. Das war mal wichtig, hat sich aber erledigt – jetzt, wo Frauen in Österreich lange schon gleichberechtigt sind.
Aber es gibt viele Gründe, warum Feminismus noch immer notwendig sind. Wir haben 7 davon aufgelistet.

ÖVP-Planspiele mit den Ärmsten

Regelmäßig tauchen neue ÖVP-Pläne zur Kürzung von Sozialleistungen auf. Zuerst war es der „Innovationsbericht sozial“, in dem Sebastian Kurz als Leiter der politischen Akademie der ÖVP das Hinaufsetzen des Pensionsantrittsalters fordert. Dann legte VP-Innenminister Wolfgang Sobotka nach und sprach sich für einen Arbeitszwang zum Bezug von Sozialleistungen aus. Und jetzt wurde publik, dass Finanzminister Hans Jörg Schelling eine Studie in Auftrag gegeben hat, wie man 1 Mrd. Euro bei Sozialleistungen einsparen kann. Die Ergebnisse der Studie wollte Schelling ursprünglich geheim halten.

Mehr dazu am Kontrastblog….

Andreas Schieder zu Neuwahlen

 

Was die SPÖ bis zur Wahl umsetzen möchte:

  1. Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose
  2. Schulreform
  3. Anhebung der Studienbeihilfe
  4. Zweites Gratis-Kindergartenjahr
  5. Ausbau der Primär-Gesundheitsversorgung
  6. Krankengeld für Selbständige
  7. Frauenquote in Aufsichtsräten von Unternehmen
  8. Vermeidung der Gewinnverschiebung von Konzernen
  9. Erhöhung der Forschungsprämie
  10. Föderalismusreform und Vereinheitlichung des Wirtschaftsrechts

Wir wollen eine Gesellschaft, wo die soziale Frage im Mittelpunkt steht!

„Europa wird nur eine Zukunft haben, wenn die soziale Frage im Mittelpunkt steht.“

Katzian warnt vor autoritärer Gesellschaft der Eliten“ – „Gewerkschaften werden das verhindern“ –  das sagte SPÖ-Abgeordneter Wolfgang Katzian in der Europastunde des Nationalrats am Dienstag. Er sieht die EU als Friedens- und Wohlstandsprojekt, ihre Akzeptanz hänge direkt daran, dass die Union die sozialen Anliegen der Menschen ernstnimmt. Dabei geht es Katzian um Beschäftigung, sichere Altersversorgung, darum, dass die Menschen in Würde leben und alt werden können. Die EU könne und dürfe nicht nur für den Freihandel und die Konzerne da sein, sie braucht das Soziale als übergeordnetes Ziel. Weiterlesen

FSG-Katzian: Wann stoppt die VP Sobotkas skurrile politische Geisterfahrt?

„Skurrile Zwischenrufe des Innenministers sind wir mittlerweile gewohnt. Dass ausgerechnet ein Vertreter der ÖVP, die sich ja gerne als Schutzheilige der Wirtschaft positioniert, jetzt den Unternehmern systematische Verstöße gegen das Gesetz vorwirft, ist originell – nichts anderes macht Sobotka, wenn er erklärt, dass Arbeitslose systematisch geringfügig beschäftigt und dann überzahlt werden“,

kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB. Abgesehen davon habe Sobotka das System scheinbar nicht verstanden, so Katzian weiter: „Diese Zuverdienstmöglichkeit zum Arbeitslosenbezug ist nicht als Sparschiene für Arbeitgeber gedacht. Sie ermöglicht vielen Menschen das finanzielle Überleben.“

Vorgangsweise zur kalten Progression ist im Regierungsprogramm verankert
Zur Erinnerung: Zur kalten Progression gibt es eine klare Formulierung im Arbeitsprogramm der Regierung 2017/2018, das von allen Regierungsmitgliedern unterzeichnet worden ist: „Vereinbart sind die automatische Anhebung der ersten beiden Stufen und der Progressionsbericht. Jetzt will die ÖVP deutlich höher automatisch anheben und stellt noch weitere Junktime in den Raum wie Verschlechterungen für Arbeitslose?“ Weiterlesen

1. Mai: Mehrarbeit zum Nulltarif? Nicht mit uns!

Arbeitszeitgestaltung ist kein Freibrief für Überstunden zum
Nulltarif

„Die aktuelle Diskussion um eine Änderung der Arbeitszeitgestaltung beweist eindrucksvoll, dass der Tag der Arbeit nichts an Aktualität eingebüßt hat“, kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB.

„In diesem Zusammenhang gebetsmühlenartig vorgebrachte Argumente der Arbeitgeber werden durch ständige Wiederholungen nicht stichhaltiger. Kenner der Materie wissen jedenfalls, dass die Kollektivverträge mit ihrer großen Bandbreite an Schichtmodellen und Gleitzeit unterschiedlichste Verteilungen der Arbeitszeit ermöglichen. Das Gesetz lässt auch genügend Spielraum für die Abdeckung von Auftragsspitzen, mit der Vertreter der Wirtschaft ihre Forderung nach einer Erhöhung der Arbeitszeit begründen“,

so Katzian weiter: „Die tägliche Normalarbeitszeit kann in Ausnahmefällen bis auf 12 Stunden erhöht werden. Ich kenne trotz vieler dementsprechender Unternehmer-Behauptungen keinen einzigen Fall, in dem ein Auftrag an der bestehenden Gesetzeslage gescheitert wäre.“

Geschichte des 1. Mai Weiterlesen

ÖVP-Forderungen zur EU gehen in die falsche Richtung

Soziale Grundrechte müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Marktfreiheiten haben.

 „ÖVP-Parteiobmann Mittlerlehner begibt sich auf einen gefährlichen Weg, wenn er  einem sozialen Europa die Absage erteilt. Vielleicht hat er missverstanden, dass  es bei Sozialpolitik um weitaus mehr als um den Auszahlungsbetrag der  Familienbeihilfe geht“,

kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), aktuelle ÖVP-Forderungen für  Europa. Weiterlesen