Die Ringstraße des Proletariats – ein Gegenentwurf

Ringstrasse2015 feiert Wien das 150jährige Bestehen der Ringstraße. Errichtet wurden die Prachtbauten dieses imperialen Boulevards auch mit Hilfe der sogenannten „Ziegelbehm“, jener Zuwanderer aus Böhmen und Mähren, die selbst unter katastrophalen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Um für die arbeitende Bevölkerung Wiens menschenwürdigen und leistbaren Wohnraum zu schaffen, errichtet das Rote Wien zwischen 1919 und 1933 insgesamt 380 kommunale Wohnbauten mit knapp 65.000 Wohnungen.

Ort: Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof
Eröffnung durch Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig am
Mittwoch, 20. Mai 2015, 19 Uhr
Es spricht: Dr.in Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der Wienbibliothek
Anmeldung unter: info@dasrotewien-waschsalon.at

Die höchste Konzentration dieser Gemeindebauten findet sich entlang des Margaretengürtels – auf der sogenannten „Ringstraße des Proletariats“, dem „politischen Gegenentwurf“ zur bürgerlichen Ringstraße. Rund um den Reumannhof entstehen während der Ersten Republik mehr als 20 zum Teil monumentale Bauten, die als architektonische Zeichen auch die neuen Machtverhältnisse in Wien widerspiegeln.
Thematisiert wird nicht nur die Architektur. Die Ausstellung richtet den Blick
auch auf das Innenleben der sozialen Wohnbauten, in denen alle Infrastruktureinrichtungen
untergebracht sind, die es zu einem besseren Leben braucht.

Dauer der Sonderausstellung: 21.5. bis 20.12.2015
KuratorInnenführungen durch die Sonderausstellung: 21.5., 11.6., 10.9.2015, jeweils 18 Uhr
Eintritt & Führung: 5 € / Person
Anmeldung unter: info@dasrotewien-waschsalon.at

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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